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Interpretatio Romana ArtikelAls Interpretatio Romana (lat. etwa: «Römische Übersetzung») bezeichnet man die römische Sitte, fremde Gottheiten durch Identifikation mit römischen Gottheiten der eigenen Religion einzuverleiben.
Buch-Tipp: Die Christianisierung der heidnischen Bräuche und Gottheiten Die Beschreibung für das Buch " Die Christianisierung der heidnischen Bräuche und Gottheiten" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. | |
Dabei wurden erstens römische Gottheiten mit den ihnen ohnehin bereits tlw. entsprechenden griechischen Göttern gleichgesetzt und beide einander nach Attributen, Zuständigkeiten usw. wechselseitig noch stärker angepasst; z.B.:
Noch einfacher war naturgemäß die Angleichung oder neuschaffende Übernahme von Personifikationen, etwa Nike zu Victoria, Eirene zu Pax usw.
Buch-Tipp: Die Runen und das Ogham Empfehlenswert Hochinteressantes Buch, exakt wie das andere Buch von Frater Raskasar. Bezugnehmend auf uralte Traditionen läßt der Autor alte Riten und altes Wissen wieder aufleben. Gerade für Menschen, die sich an diese Themen herantasten ein guter Einstieg, da die Bereiche bis in das Detail beschrieben werden und somit gut für die Praxis zu benutzen... |
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Darüber hinaus wurden auch vollkommen fremde, etwa keltische, germanische, ägyptische oder sonstige orientalische Götter anhand von Attributen, Zuständigkeiten oder besonderen Eigenarten mit römischen gleichgesetzt, wie das schon Herodot (Buch IV) mit seiner 'Erklärung' ägypischer durch griechische Gottheiten getan hatte. So ergaben sich z.B.:
Buch-Tipp: Die indischen Göttinnen. Weibliche Gottheiten im Hinduismus. gute Einführung Ein schönes Buch voller Information über die bekanntesten Götinnen Indiens. Ausführlich aber nicht langatmig, gespickt mit Mythologie aber auch mit geschichtlicher Entwicklung, reißt es auch den psychologischen Aspekt an. Von Radha bis Kali läßt es für den, der anfängt, sich mit der Götterwelt Indiens und vor allem dem... |
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Die interpratio Romana erscheint als 'globalisierte' Fortführung der bereits in der griechischen Religion zu beobachtenden Tendenz, lokale Gottheiten mit überregionalen zu identifizieren, wodurch viele Götternamen zu bloßen Beinamen wurden und eine einheitliche gesamt-griechische Religion überhaupt erst entstand. Entsprechend entstand aus den verschiedenen, v.a. etruskischen, vermittelt griechischen sowie lokalen Quellen entstammenden Göttervorstellungen der Römer gerade durch die Angleichung an griechisches Gedankengut eine einheitliche Römische Mythologie.
Die interpretatio Romana trug als Methode aneignender Integration zu dem Religionsfrieden in dem römischen Reich bei, sie ist jedenfalls ein besonders nennender Ausdruck des pragmatischen Umgangs der römischen Eroberer mit kulturellen und religiösen Fragen in den unterworfenen Kulturen. Wo freilich eine interpretatio Romana gänzlich unmöglich war, weil eine Gottes- und Kultvorstellung fundamental von den römischen Vorstellungen abwich, zeigten sich auf römischer Seite Misstrauen und Vorurteile, besonders gegenüber der jüdischen Religion mit ihrer Vorstellung eines einzigen allmächtigen Gottes, der nicht einmal dargestellt werden darf.
Eine Nachwirkung der interpretatio Romana ist die bis in das 19. Jahrhundert übliche, in Spuren bis heute nachwirkende Praxis, über antike, v.a. griechische Gottheiten mit lateinischen Namen(sformen) zu sprechen – z.B. Amor statt Eros , Apollo statt Apollon usw.
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